Lieber Frank, liebe Kollegen von placet, liebe Gäste,
weil ich neben meiner Arbeit in der Deutsch-Kaukasischen Gesellschaft gelegentlich Lieder vorsinge, möchte ich placet zu seinem Jubiläum ein Ständchen bringen als Ermutigung zum Weitermachen!
Meine Zusammenarbeit mit placet entstand, wie Vieles im Leben, zufällig. Ich wollte eigentlich nur Lipkan Bazaeva, meiner langjährigen Freundin aus Tschetschenien, in der Charité einen Brief übergeben, als Dr Peter dort einen Vortrag hielt und placet vorstellte. Mich beeindruckte besonders die Geschichte eines afrikanischen Jungen, dem eine Kugel den Unterkiefer weggeschossen hatte. placet hatte das Gesicht wieder hergestellt und den fehlenden Lachmuskel durch einen umfunktionierten Kaumuskel ersetzt, so dass der Junge wieder lachen konnte! Das hat mich derart beeindruckt, dass ich nach dem Vortrag sofort zu Prof. Dr. Peter stürzte und fragte: "Würden Sie auch Kinder aus Tschetschenien behandeln?" Frank, also Dr. Peter, hatte geantwortet: "Aber natürlich! Wir sitzen hier in Berlin und sind angewiesen auf Partnerorganisationen vor Ort, die uns die Kinder bringen." Wenige Wochen später, irgendwann 2006, brachte ich Frank eine Liste mit zwölf Kindern, Fotos, kurze Darstellung der Ursache der Entstellungen usw. und Frank zeigte, nach Beratung mit seinem Team, auf zwei davon und sagte: "Mit den beiden fangen wir an!" Ich glaube es waren Madina Satueva und Said-Magomed Munaev, aber auch Rayyan, die hier mit uns auf dem Schiff sitzt, war bereits 2007 das erste Mal hier. Es ist großartig, dass placet diesen Kindern, diesen Kriegsopfern und Nachkriegsopfern der furchtbaren Gewalt in Tschetschenien, ein Stück ihrer menschlichen Würde zurück gibt!
Trinken wir auf placet, auf Frank Peter, auf alle Ärztekollegen und Mitarbeiter, die die großartige Arbeit von placet ermöglichen!